Aktuelles

Seminar „Offshore-Meteorologie“ findet große Resonanz

In der deutschen Nord- und Ostsee laufen die Planungen für derzeit fast 80 Offshore-Projekte. Vor diesem Hintergrund veranstaltete die ForWind-Academy, der Oldenburger Partner für Qualifizierung in der Windenergie, das Seminar „Offshore-Meteorologie, Leistungs- und Ertragsbestimmung für Windparks in Nord- und Ostsee.“

Overspeed-Geschäftsführer und Hauptreferent Thomas Pahlke, sowie zwei Experten der Firma ForWind, vermittelten in diesem Seminar die meteorologischen Parameter sowie speziellen Anforderungen an die Offshore-Windenergie und Fachwissen zu den Themenbereichen Windmessung sowie Leistungskurvenbestimmung bei Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) bis hin zur Ertragsbestimmung. Die unterschiedlichen Messmethoden wurden vorgestellt und deren Anwendungsbereiche diskutiert. Signifikante Faktoren wurden erläutert, wie Großparkabschattungseffekte und die Datennutzung zur Leistungsbestimmung einzelner Anlagen sowie für den gesamten Windpark. Pahlke ging diesbezüglich auf relevante Fragestellungen zur OWEA-Vertragsgestaltung ein und gab einen Ausblick auf die Bedeutung von Wettervorhersagen für die Installation sowie Operation & Maintenance der geplanten Offshore-Windparks.

 

 

Regelenergie aus Wasserstoff

Ziel des von Odenburger Unternehmen und Forschungsinstitutionen initiierten Projekts 'HyWindBalance' ist es, die Einbindung der schwankenden Leistungsabgabe von Windparks in die Energieversorgung zu verbessern, indem Wasserstoff als Energiespeicher eingesetzt wird. An dem Projekt, das von Overspeed GmbH & Co. KG und PLANET GbR geleitet wird, sind darüber hinaus ForWind - Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover, energy und meteo systems GmbH, Projekt Ökovest GmbH und die Abteilung Energie- und Halbleiterforschung der Universität Oldenburg beteiligt.

Wasserstoff bietet die Möglichkeit, elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen optimal in Versorgungsnetze einzubinden. Mit diesem Energiespeicher können Schwankungen der Leistungsabgabe von Windparks ausgeglichen und sogar Regelenergie aus erneuerbaren Quellen CO2-frei zur Verfügung gestellt werden.

Wesentlicher Bestandteil des Forschungsprojektes HyWindBalance ist die Entwicklung eines Wind-Wasserstoff-Systems zur Bereitstellung von Regelenergie. Dazu gehören auch optimierte Betriebsstrategien für ein solches System unter verschiedenen meteorologischen, technischen und wirtschaftlichen Randbedingungen. Im Energielabor der Universität Oldenburg entstand eine Pilotanlage aus Brennstoffzelle, Elektrolyseur, Speicherung und Betriebsführungssystem.

Weitere Ziele umfassen die technische und ökonomische Realisierbarkeit von großtechnischen Kraftwerken auf dieser Technologiebasis und eine Ausbildungseinheit zur Vermittlung der Grundlagen und des Stands der Technik zum Thema Brennstoffzellen, Speicherung und Regelenergie.

Das Projekt HyWindBalance hatte einen finanziellen Umfang von rund 1,5 Mio. Euro. Davon tragen das Land Niedersachsen und die Europäische Union ca. 620.000 Euro. Die EWE AG unterstützt das Projekt sowohl finanziell als auch personell.

hywindbalance.de