HyWindBalance – Wind-Wasserstoff-Systeme zur Bereitstellung von Regelenergie

Windenergie und Stromnetze

Das Angebot der elektrischen Leistung aus Windenergieanlagen schwankt auf Grund der natürlichen Fluktuationen des Windes. Mit zunehmendem Anteil von Windenergie an der elektrischen Energieversorgung stellen sich daher Fragen der Einbindung dieser Energiequelle, zum Beispiel in Bezug auf 

  • das Management der Windenergie-Ressource
  • die Verstärkung der elektrischen Netze
  • die Bereitstellung von Regelenergie

Allgemein wird erwartet, dass durch den Bau großer Offshore Windparks in Deutschland ein wachsender Bedarf an Regelenergie entsteht. Um dem entgegenzuwirken ist es erforderlich, den Betrieb des elektrischen Netzes an die Erfordernisse eines modernen Energiemixes anzupassen. Unter Gesichtspunkten der Optimierung der Netzführung – und damit der Gesamt-Wirtschaftlichkeit der Stromversorgung – ist eine zeitliche Beeinflussung der Einspeisung von elektrischer Energie aus Wind anzustreben, umeine Fahrplanerzeugung zu ermöglichen (Verlässlichkeit der Windenergie-Erzeugung und Zwischenspeicherung von Überschüssen) und den Einsatz von Regelenergie zu minimieren (geringster Einsatz fossiler Brennstoffe).

Das Forschungsprojekt

Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt HyWindBalance arbeiten Unternehmen und Institutionen verschiedenster Ausrichtungen zusammen: von der Grundlagen- und angewandten Forschung über Ingenieurbüros und Consultings aus den Bereichen Windenergie, Energiewirtschaft, Wasserstofftechnik und Informationssysteme bis hin zu Finanzdienstleistern und Energieversorgern. Das Projekt wird gefördert vom Land Niedersachsen, aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und von der EWE AG.

Wind-Wasserstoff-System zur Bereitstellung von Regelenergie

Das Konsortium entwickelt, untersucht und erprobt ein System, das Windparks mit dem einfach speicherbaren Energieträger Wasserstoff kombiniert. Wesentliche Elemente einer solchen Anlage sind Elektrolyseure, Wasserstoff-Speicher, Brennstoffzellen und eine intelligente Regeleinheit, die den Betrieb des Gesamtsystems u. a. auf der Basis von Prognosen der Last und der Produktion von Windstrom optimiert. Das Ziel der Projektarbeit ist ein Wind-Wasserstoff-System, das als »virtuelles Kraftwerk« der Windenergie folgende Optionen eröffnet:

  • Planbare Erzeugung
  • Senkung des Bedarfes an Regelenergie aus konventioneller Kraftwerksleistung (Minutenreserve)
  • Vermarktung von Windstrom auf dem Spot-Markt als Regelenergie bzw. zur Spitzenlastdeckung

Hervorzuheben ist, dass Wind-Wasserstoff-Systeme Regelenergie CO2-frei bereitstellen! 

Mittelfristig wird es möglich, Wasserstoff aus Überschuss-Windenergie in andere Märkte als die Elektrizitätsversorgung zu verkaufen, zum Beispiel »Grünen Wasserstoff« als Treibstoff für den Straßenverkehr. Eine solche Diversifizierung der Energieerzeugung aus Wind entlastet den Strommarkt von schwer planbaren Überschüssen.

Ausführliche Informationen unter www.hywindbalance.de und auf unserem Infoblatt:

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